
Konsens:
In Gruppen zu einvernehmlichen Lösungen kommen
Spannungen, Konflikte, Frustration und Lähmung in Gruppen haben oft ihre Ursache in der Art und Weise, wie die einzelnen Gruppenmitglieder in Diskussionen und Entscheidungsfindung einbe-zogen werden. Fehlende oder ergebnisfixierte, hierarchische Moderation sowie Abstimmungen nach dem Mehrheitsprinzip vermitteln der Minderheit, dass sie mit ihren Beiträgen den Rest der Gruppe nur unnötig aufhält und ohnehin keine Chance hat.
Eine wohltuende und kreative Gruppenatmosphäre kommt so nicht zustande und die Entscheidungen stellen nicht alle zufrieden – mit all den negativen Konsequenzen für die Gruppenentwicklung.
Der Gedanke der Konsensfindung und eine darauf abzielende Moderation können dem entgegen-steuern. Alle Gruppenmitglieder werden ermutigt ihr Anliegen zu vertreten, auch wenn sie eine Minderheitenposition vertreten.
Im weiteren Verlauf werden Lösungsmöglichkeiten entwickelt und diskutiert und schließlich ein Konsensvorschlag erarbeitet, der die verschiedenen in der Gruppe vorhandenen Interessen und Bedürfnisse optimal berücksichtigt. In einem differenzierten Bewertungsprozess nach Konsensstufen wird ermittelt, wie zufriedenstellend und tragfähig eine solche Lösung wäre. Bedenken werden so weit wie möglich berücksichtigt und letztlich wird ein einvernehmlicher Beschluss gefasst, den alle mittragen können.
Seminarleitung:
Christoph Besemer, Freiburg
Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden
Ort:
ÖKODORF-Institut
79737 Herrischried, Alpenblickstr.12
Seminargebühr:
150€ + 40€ Verpflegung,
ab 1 Monat vorher 10% Zuschlag
TeilnehmerInnenzahl:
8 – 18 Personen
Zeit:
2 Tage nach Absprache
Freitag Abendessen 18Uhr, Beginn 19Uhr.
Samstag 9 bis ca. 17.30Uhr.
Übernachtung nach Absprache möglich